TSC Camp 2011
TSC Camp 2011
Vom 13. - 20. Februar führte Netzwerk Schweiz mit 44 Theologie-Studenten vom Theologischen Seminar Chrischona eine Evangelisationswoche durch. Alle Studenten wurden an ihre Grenzen geführt, viele berichteten im Anschluss von einem Camp, welches ihr Leben und ihren Dienst nachhaltig verändern würde.
Ein Bericht von Gabriel Häsler Jedes Jahr „müssen“ die Studenten vom TSC in die Evangelisationswoche. In der Vergangenheit hatten die Studenten die Möglichkeit in Sozialdiakonischen Projekten mitzuarbeiten oder sie wurden auf verschiedene Gemeinden in der Schweiz verteilt. Für dieses Jahr wurden wir von der Schulleitung angefragt, für die Studenten eine Evangelisationswoche zu organisieren. Für uns war klar, dass dies eine geniale Möglichkeit sein würde, zukünftige Leiter für die Evangelisation zu begeistern und auszubilden. So stellten wir ein Leitungsteam aus 6 Evangelisten zusammen und machten uns an die Planung. Wir erwarteten rund 20 Anmeldungen und staunten nicht schlecht, als sich 44 Studenten entschieden, die Woche mit uns zu verbringen. Ausgerüstet mit Schlafsack, Mätteli und warmen Kleidern starteten wir das Camp am Sonntag-abend in einem Gemeinde-Hinterhaus mitten in der Stadt. Und wie das so ist, war der Teufel im Vorfeld nicht untätig. Die Stimmung am Sonntagabend war geprägt von Demotivation, Zweifel und Furcht. Die meisten der Studenten waren noch nie an einem Strasseneinsatz, und einige hatten noch nie einem kirchenfernen Menschen das Evangelium erzählt. Unsere Botschaft am ersten Abend war klar: Setze alles daran, kein Büro-Pastor zu werden, der jeglichen Bezug zur Welt verliert und am Sonntag seinen Gemeindemitgliedern erklärt, wie sie sich in der Welt verhalten sollen. Das Christenvolk braucht Leiter welche vorangehen, ganz besonders in der Evangelisation.
Die Stimmung im Camp änderte sich schlagartig, als wir am Montag das erste mal unsere Füsse auf den Asphalt setzten. Dauert normalerweise die Zeugnisrunde nach einem Netzwerk-Einsat 20 Minuten, haben wir es die ganze Woche nie geschafft weniger als eine Stunde Austausch zu machen. Den Studenten ging eine neue Dimension auf. Voller Freude berichteten sie wie die Menschen auf der Strasse bereitwillig mit ihnen sprachen, wie jesusferne Personen weinten als sie für sie beteten, wie Gott sie an wirklich vorbereitete Personen führte etc.
Das Camp-Programm war ziemlich ausgefüllt. Neben den täglichen Strasseneinsätzen, Nachtgegländespiel und Gebetsmärschen in Basel führten wir verschiedene Seminare zu Themen wie Nacharbeit, Gesprächsführung und Eventevangelisation durch. Für den Samstagabend planten wir einen evangelistischen Event, zu welchem wir die ganze Woche über auf der Strasse einluden. Am Anfang des Camps thematisierten wir die Eventevangelisation und teilten die verschiedenen Jobs gleich unter den Studenten auf; Predigt, Seelsorger, Fürbitter, Dekoration, Technik, Moderation e.tc. Die Studis leisteten für diesen Event Nachtschichten, und als ganzes Camp beteten wir nicht selten auf den Knien für Menschen, die an diesem Abend ihr Leben Jesus übergeben. Umso ernüchterter waren wir dann als nur 12 aussenstehende Personen kamen, und niemand dem Aufruf des Predigers folgte. Das traf uns sehr und ich beobachtete z.B. einen Studenten, der in Tränen aufgelöst da sass. Im Austausch entschieden wir uns aber alle, dies nicht als Standard zu akzeptieren und weiterhin auch in die Richtung Event-Evangelisation zu arbeiten.
Am Ende der Woche machten wir einen Austausch, in welchem die Studenten erzählen konnten, was Gott in ihrem Leben getan hat. Viele berichteten, dass sie innerhalb dieser Woche Gott näher als zuvor waren. Jemand erhielt konkret eine Berufung zum vollzeitlichen Evangelisten, und die meisten berichteten, neu realisiert zu haben, dass sie proaktiv zu den Menschen raus müssen. Unser 6-köpfiges Leitungsteam waren am Ende des Camps k.o. aber so richtig glücklich. Gott hat Grosses getan. Bitte betet mit uns, dass die Studenten nun regelmässig an die Einsätze in Basel kommen und dass sie in der Zukunft in ihrer Gemeinde die Evangelisation voranbringen.



