Heartbeat von Gabriel Häsler September 2016

Liebe Freunde, Mitarbeiter und Unterstützer

„Ein Bauer ging aufs Feld, um zu säen. Beim Ausstreuen der Saat fiel einiges auf den Weg. Da kamen die Vögel und pickten es auf. Einiges fiel auf felsigen Boden, der nur von einer dünnen Erdschicht bedeckt war. Weil die Saat dort so wenig Erde hatte, ging sie rasch auf. Als dann aber die Sonne höher stieg, wurden die jungen Pflanzen versengt, und weil sie keine kräftigen Wurzeln hatten, verdorrten sie. Einiges fiel ins Dornengestrüpp, und die Dornbüsche überwucherten und erstickten die Saat. Einiges jedoch fiel auf guten Boden und brachte Frucht – zum Teil hundertfach, zum Teil sechzigfach, zum Teil dreißigfach.“ Matthäus 13, 4-8

Wer selbst in der Evangelisation tätig ist, beobachtet ein Phänomen. Menschen lassen ihr altes Leben hinter sich und entscheiden sich für ein Leben mit Jesus. Doch all zu oft wenden sich diese Leute nach einiger Zeit wieder ihrem alten Leben zu – ihr Glaube erkaltet wieder. Darüber redet Jesus im Gleichnis vom Sähmann. Der Sähmann steht für den Christen der das Evangelium weitergibt, die Saat ist das Evangelium und der Boden ist der Mensch der das Evangelium hört.

Es gibt nun eine gute und eine schlechte Nachricht. Die gute ist, dass Jesus sagt, dass von den vier verschiedenen Böden, drei offen für das Evangelium sind. Und es ist wahr. Dort wo das Evangelium mutig und klar weitergesagt wird, werden Menschen berührt und der Heilige Geist überführt sie von ihrer Sünde (Joh. 16,8). Wir erleben das auf der Strasse und wir erleben das in starkem Masse auch an den Life on Stage Evangelisationen. Das Evangelium hat noch heute eine ungeheure Kraft zur Rettung von Menschen. 

Die schlechte Nachricht ist, dass im Gleichnis von Jesus bei zwei der drei „offenen“ Böden das geistliche Leben wieder abstirbt. Auch das kennen wir aus der Praxis nur all zu gut. Menschen sind berührt, gehen sogar erste Schritte im Glauben, doch dann fangen sie an zu zweifeln, werden durch Beruf oder Freunde abgelenkt oder die Gefühle für Jesus sind plötzlich weg. 

Einerseits müssen wir uns mit dieser Situation versöhnen. Es darf uns nicht entmutigen. Denn wenn wir aus Entmutigung heraus aufhören das Evangelium weiterzusagen, dann wird schlussendlich auch auf der guten Erde nichts wachsen. Auf der anderen Seite soll es uns aber auch anspornen, alles daran zu setzen, dass die Menschen, welche das Evangelium neu aufgenommen haben, im Glauben wachsen und Wurzeln schlagen können. 

Freunde, wir haben das ultimative göttliche Saatgut, welches die einzige Rettung für diese verlorene Welt ist. Die Botschaft, dass Jesus Christus für unsere Sünden gestorben und wieder auferstanden ist. Lasst uns diese Botschaft grosszügig aussähen!

Gabriel Häsler
Leiter Netzwerk Schweiz