Heartbeat

 

Liebe Freunde, Mitarbeiter und Unterstützer

Mitten in den Endzeitreden - ab Matthäus 24 - erzählt Jesus drei Gleichnisse, die uns aufzeigen sollen, wie wir uns in den turbulenten Jahren und Tagen vor seiner Rückkehr verhalten sollen.

In einer der drei Geschichten erzählt Jesus von einem Herrscher, der sein Land verlässt. Seinen Dienern vertraut er sein Vermögen an und beauftragt sie, damit bis zu seiner Rückkehr zu wirtschaften.

Nach langer Zeit kehrt er zurück und fragt seine Verwalter, was sie mit seinem Vermögen erreicht haben. Zwei der drei Verwalter berichten begeistert: „Sofort nach deiner Abreise haben wir angefangen Geschäfte zu betreiben. Jetzt haben wir dein Vermögen verdoppelt.“  Der König freute sich sehr darüber. Der dritte Verwalter jedoch erklärte: „Ich wusste, dass du ein strenger König bist, deshalb wollte ich auf Nummer sicher gehen und habe dein Vermögen vergraben. Hier hast du den vollen Betrag zurück.“ Über diesen Diener wurde der König sehr zornig und warf ihn aus seinem Reich.

Eines ist klar: Als Jesus zurück in den Himmel ging, um seine Königsherrschaft anzutreten, hat er uns Christen als seine Stellvertreter hier auf der Erde zurückgelassen. Diese Geschichte zeigt: Wir Gotteskinder sind nicht einfach dazu berufen, als faule Thronerben auf die Rückkehr des Königs zu warten. Wir sind dazu berufen, sein Reich voranzubringen und zu multiplizieren. Dass Jesus zurückkommt, das steht fest. Die große Frage, die dieses Gleichnis aufwirft, ist einfach: Wie wird er dich bei seiner Rückkehr antreffen?

Jesus hat uns allen großartige Dinge anvertraut. Einigen von uns hat er Leitungsaufgaben in der Gemeinde, in der Wirtschaft oder in der Politik anvertraut. Anderen ganz besondere Geistesgaben wie die Gabe, prophetisch zu reden, zu lehren oder Kranke zu heilen. Uns allen hat er 24 Stunden Zeit pro Tag anvertraut. Er hat uns Freunde anvertraut, die Jesus noch nicht kennen. Und all diese uns anvertrauten Dinge sollen wir mutig einsetzen und multiplizieren!

Gerade in diesen stürmischen und unsicheren Zeiten sind wir herausgefordert, es nicht so zu machen, wie dieser vernünftige dritte Verwalter. Er hatte Angst, in Gottes Augen etwas falsch zu machen. Denn er dachte, seinem König gehe es hauptsächlich darum, dass sein Vermögen nicht schrumpft. 

Ja, du kannst etwas falsch machen in den Augen Gottes. Nämlich indem du dich gerade jetzt zurückziehst, indem du deine Felle versuchst ins Trockene zu bringen und indem du diese Krise als von Gott gegebene Sabbat-Zeit betrachtest.

Was Gott in diesen Zeiten von dir erwartet ist, dass du treu umgehst mit all dem, was er dir anvertraut hat. Und wie wir aus diesem Gleichnis lernen, bedeutet treu sein in den Augen Gottes nicht, dass du das Bestehende bewahrst und konservierst. Sondern treu nannte der König diese beiden Verwalter, die ein volles Risiko eingingen, die investierten, die sich multiplizierten.

Deshalb steh jetzt auf und werde Licht. Überlege dir: „Was hat Jesus mir für das Jahr 2021 anvertraut? Wie setzte ich es ein, damit Gottes Reich wächst?“  Und wenn dich Jesus bei seiner Rückkehr – die wir alle sehnsüchtig erwarten – in dieser Haltung antrifft, dann wird er zu dir sagen: „Gut so, du bist ein tüchtiger und zuverlässiger Verwalter. In kleinen Dingen bist du treu gewesen, darum werde ich dir Großes anvertrauen. Komm zu meinem Fest und freue dich mit mir.“

Das Gleichnis liest du in Matthäus 25,14ff und in Lukas 19,11ff

 

Gabriel Häsler

Leitung Netzwerk Schweiz und Netz-Werk Deutschland e.V.