Heartbeat

 

Liebe Freunde, Mitarbeiter und Unterstützer

Was ist das Evangelium?! Diese Frage wird in den letzten Wochen und Monaten immer wieder von namhaften Leitern der christlichen Szene aufgeworfen. Das wundert mich. Es gibt in der Bibel tatsächlich Fragen, die nicht so eindeutig zu beantworten sind. Doch diese zentrale Frage – „was ist das Evangelium?“ – wird unmissverständlich und an verschiedenen Stellen beantwortet.

So schreibt Paulus im 1. Korinther 15,1ff:

„Geschwister, ich möchte euch an das Evangelium erinnern, das ich euch verkündet habe. Ihr habt diese Botschaft angenommen, sie ist die Grundlage eures Lebens geworden, und durch sie werdet ihr gerettet – vorausgesetzt, ihr lasst euch in keinem Punkt von dem abbringen, was ich euch verkündet habe. Andernfalls wärt ihr vergeblich zum Glauben gekommen!

Zu dieser Botschaft, die ich so an euch weitergegeben habe, wie ich selbst sie empfing, gehören folgende entscheidenden Punkte: Christus ist – in Übereinstimmung mit den Aussagen der Schrift – für unsere Sünden gestorben. Er wurde begraben, und drei Tage danach hat Gott ihn von den Toten auferweckt – auch das in Übereinstimmung mit der Schrift.“

Woran sich die Kritiker dieses biblischen Evangeliums stoßen, ist die Tatsache, dass die Schuld des Menschen so stark ins Zentrum gestellt wird. Ja, Jesus sei für unsere Schuld gestorben. Aber er sei doch auch für unsere Scham, für unsere Ängste oder für unseren Minderwert gestorben. Die Menschen heute - so das weiterführende Argument - können mit Sünde und Schuld nicht mehr viel anfangen, daher müsse man diesen Punkt gar nicht mehr zentral ansprechen. Einer dieser Leiter sagte unlängst: „Menschen, die sich nicht schuldig fühlen, brauchen keinen Christus, der am Kreuz für ihre Schuld stirbt.“

Doch diese Argumentation finde ich in der Bibel nicht. Im Gegenteil, Paulus erinnert die Korinther eindringlich an das echte Evangelium, das er ihnen verkündet habe. Und dieses Evangelium besteht primär darin, dass Jesus – wie von den Propheten angekündet – für die Schuld von uns Menschen starb.

Es stimmt. Wir Erdenbewohner kämpfen mit allen möglichen Problemen. Gerade auf St. Pauli - dem Stadtteil in Hamburg, in dem wir leben - wird diese menschliche Not oft so schmerzhaft sichtbar. So viele sind liebeshungrig, kämpfen mit Depressionen, Minderwert, Süchten, Krankheiten und Ängsten. Auch in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen sind wir Menschen echt herausgefordert. So gibt es in der Schulklasse meiner Tochter praktisch keine intakte Familie mehr.


Doch all diese Herausforderungen sind nicht das Hauptproblem von uns Menschen. Das sind nur die Symptome, die Auswirkungen unseres Hauptproblems. Unser Hauptproblem besteht darin, dass wir durch unsere Schuld von Gott getrennt sind; dass die Beziehung zu unserem liebenden Vater gekappt ist; dass wir allein in dieser kalten Welt unterwegs sein müssen - ohne diesen liebenden Vater, der uns Hoffnung, Identität, Liebe und Heilung schenken möchte.

Und genau aus diesem Grund kam Jesus auf diese Erde, um uns wieder mit Gott zu versöhnen. Jesus trug am Kreuz unsere Schuld, damit wir wieder zu Kinder Gottes werden können. Das ist das Evangelium wie es auch Paulus beschreibt:

„Christus ist – in Übereinstimmung mit den Aussagen der Schrift – für unsere Sünden gestorben. Er wurde begraben, und drei Tage danach hat Gott ihn von den Toten auferweckt – auch das in Übereinstimmung mit der Schrift.“

Dieses kraftvolle Evangelium predigen wir Jahr für Jahr zu unzähligen Menschen. Und der Geist Gottes wirkt und führt an unseren Veranstaltungen viele Menschen zur Umkehr. Danke Jesus!

 

Gabriel Häsler

Leitung Netzwerk Schweiz und Netz-Werk Deutschland e.V.